Mittwoch, 29. September 2021

Gefährten des Grauens (The Wild North)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Andrew Marton

Im Wilden Norden...

Andrew Martons 1951 gedrehter Film "Gefährten des Grauens" ist auch bekannt unter dem Alternativtitel "Im Wilden Norden" - ein Western, der im Schnee und Eis spielt und damals respektable 4 Millionen Dollar an der kinokasse einspielte. Mortons bekanntester Film "König Salomons Diamannten" war der Vorgänger dieses Westerns und dürfte wahrscheinlich Mortons bekanntester Film sein. Später drehte er Filme wie "Grünes Feuer", "Der längste Tag" oder "Unter Wasser rund um die Welt".
Sowohl in "König Salomons Diamanten" als auch in "Gefährten des Grauens" spielt Stewart Granger die Hauptrolle. Beide Filme sicherten ihm einen hohen Rang in Hollywoods A-Garde der 50er Jahre. Granger blieb in seiner Karriere auch immer wieder dem Western Genre treu. so war er Hauptdarsteller in Richard Brooks bitterem Büffelwestern "Die letzte Jagd" und auch in Henry Hathaways "Land der 1000 Abenteuer" mit John Wayne an seiner Seite. Als Old Surehand hatte er große Auftritte in den deutschen Karl May Verfilmungen.
"Gefährten des Grauens" ist in weiten Teilen ein Zwei Personen Stück mit fantastischen Naturaufnahmen, die für richtig gute Atmosphäre sorgen. Diese Bilder gehen auch auf das Konto des Kameramanns Robert L. Surtees, der auch in anderen Filmen wie "Oklahoma", "Quo Vadis", "Der Clou", "Die letzte Vorstellung", "Stadt der Illusionen", "Quo Vadis", "Meuterei auf der Bounty", "Die Reifeprüfung" oder "Sommer 42" hervorragende Akzente setzen konnte und insgesamt dreimal mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. 
Die Geschichte spielt im Wilden Norden Kanadas. Dort lebt der lebenslustige Trapper Jules Vincent (Stewart Granger) in der Wildnis. Er ist ein Einzelkämpfer und hat gelernt in der Natur zu überleben. Es treibt ihn aber auch immer wieder in die Zivilisation, dort wo andere Menschen sind. Als er wieder einmal in der Stadt auftaucht, hilft er einem Indianermädchen (Chyd Charisse) vor dem betrunkenen Brody (Howard Petrie), der zu zutringlich wurde. Am anderen Tag versöhnen sich die beiden Streithähne. Jules hat vor das Mädchen mit in seinem Kanu zu nehmen. Brody bittet ihn sich anschließen zu dürfen. Mit etwas Skepsis willigt der Naturbursche ein. Doch nur zwei dieser Reisegesellschaft - der Trapper und das Mädchen - kommen im Chippeway Dorf an. Brody soll von Jules ermodert worden sein. Jules flieht vor dem Gesetz in die Wildnis, die er gut kennt. Auf seine Fersen helftet sich der etwas steife, aber sehr pflichtbewusste  Konstabler Pedley (Wendell Corey)....

Der findet den Verdächtigen auch, doch der Weg von der rauen Wildnis bis zur Zivilisation ist lebensgefährlich. Mit verschlagenen Banditen, Lawinen, Blizzards und mit bissigen Wölfen werden die beiden Männer konfrontiert, die sich irgendwann während der Reise etwas anfreunden. Obwohl Stranger und Corey die Geschichte alleine tragen müssen, funktioniert dieser Western sehr gut. Er ist ein Mischding zwischen A- und B-Western und Roadmovie im tiefsten Winter. Ein Film über zwei Männer, die durch den gegenseitigen Respekt immer mehr zu Freunden werden.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.

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