Posts mit dem Label Regie: Sidney Salkov werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Regie: Sidney Salkov werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 6. Dezember 2025

Desperados (Robbers Roost)



















Regie:  Sidney Salkow

Banditennest...

 Der B-Filmregisseur Sidney Salkow starb am 18. Oktober 2000 im Alter von 91 Jahren in Valley Village, Kalifornien. Mit 59 Jahren verabschiedete er sich vom Regiefach. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen "Lady Rotschopf", "Sitting Bull", "Desperados", "Entscheidung am Big Horn" und "The last man on Earth" mit Vincent Price in der Hauptrolle."Desperados" heißt im Origingal "Robbers Roost" und erschien 1955.  Da er sie für Viehdiebe hält, stellt der Viehzüchter Bull Herrick (Bruce Bennett) zwei verfeindete Männer, Hays (Richard Boone) und Heesman (Peter Graves) die beide auch Anführer einer Banditenbande sind als Rancharbeiter ein, um ein Auge auf beide zu haben. Helen (Silvia Findley), die Schwester des Viehzüchters, kommt an und möchte, dass Bull mit ihr in den Osten zurückkehrt, wo Ärzte die Krankheit behandeln können, die ihn an den Rollstuhl gefesselt hat. Ein Fremder in der Stadt, der sich Tex (George Montgomery) nennt, hat sich der Hays-Gruppe von Rancharbeitern angeschlossen. Tex gewinnt bald Bulls Vertrauen und wird gebeten, Helen vor unerwünschten Verehrern zu schützen. Hays und Heesman tun sich zusammen, um nach und nach kleine Mengen Vieh zu stehlen. Als Helen in die Stadt geht, um einen Käufer für das Vieh zu finden, sieht sie am Bahnhof ein Steckbrief, auf dem Tex' wahre Identität als Jim Wall ausweist, ein Flüchtling vor Mordanklage. Hays legt Heesman herein, stiehlt den Rest der Herde und entführt Helen. Sowohl Heesmans Bande als auch die Truppe des Sheriffs nehmen die Verfolgung auf. Tex hilft Helen bei der Flucht und schlägt sie bewusstlos, nachdem sie sich weigert, mit ihm zu gehen. Auf der Flucht vor Hays erfährt sie, dass Tex zwei Männer erschossen hat, als Hays und seine Männer seine Pferde gestohlen und seine Frau getötet haben. Helen löst einen Steinschlag aus und sperrt Hays ein. Ein sterbender Hays gesteht dem Sheriff sein Leben und entlastet Tex von der Mordanklage...



1932 wurde die Story bereits mit George O´Brien und Maureen O´Sullivan verfilmt. Die Verfilmung von Salkow ist geradlinig und hat ein hohes Ansehen bei den Fans von Western B-Filmheld George Montgomery. In "Desperados" hat er mit Peter Graves und Richard Boone zwei kompetente Feinde, die es zu schlagen gilt. Dabei ist die schöne Frau der Dreh- und Angelpunkt dieses schnörkellosen Western. 



Bewertung: 7 von 10 Punkten.
 

Montag, 2. Dezember 2024

Entscheidung am Big Horn (The Great Sioux Massacre)


Regie: Sidney Salkow

Custers letzte Schlacht...

Sidney Salkows Western "Entscheidung am Big Horn" aus dem Jahr 1965 ist zwar optisch ein attraktiver Western. Die Kameraarbeit von Irving Lippman ist eindeutig ein Plus dieses Films, leider hat er aber auch eklatante Schwächen . Zum einen ist die Dramaturgie etwas holprig und einige Aussagen eher etwas gewagt. Denn hätte Custer am Little Big Horn gesiegt, wäre er wahrscheinlich der nächste amerikanische Präsident geworden. So die Aussage, die der Film propagiert. Desweiteren ist die Figurenzeichnung sehr oberflächlich und auch irritierend. So wandelt sich Custer vom Indianerfreund zum Befehlshaber dieses riesigen Massakers, das mit einer Schlappe für die US-Armee endet und wo er selbst den Tod finden. Auch der Fährtenleser Dakota ändert sich ins krasse Gegenteil. Zuerst ein Mann, der am liebsten alle Rothäute tot sehen würde, wandelt  er sich irgendwann zum Guten, ohne dass der Zuschauer die Beweggründe für den Wandel der Protagonisten erfährt und logisch nachvollziehen kann.
Custer geht zwar irgendwann in die Politik, nachdem er jahrelang vorher die Indianeragenten der Ausbeutung bezichtigt hatte und auch in Washington seine klage erhob. Als er kein Gehör findet, ordnet er seine liberale Gesinnung dem Prestige und der Publicity unter und versucht durch die große Schlacht auch die größte Macht und den größten Einfluss zu erlangen.
Der Film beginnt beim Untersuchungsausschuss über die legendäre Schlacht. Dort ist das Verhalten von Major Marcus Reno (Joseph Cotten) angeklagt, dem vorgeworfen wird Custer bei der Schlacht nicht angemessen unterstützt zu haben. Captain Bill Benton (Darren McGavin) wird in den Zeugenstand gerufen und es ist auch Benton, der seine Version der "wahren Geschichte" zu erzählen.
Benton holt lange aus und beginnt mit seiner Ankunft im Wilden Westen, wo seine Abteilung die Frau (Louise Serpa) des örtlichen Agenten Mr. Turner (Stacey Harris) begleitet. Sie werden von den Lakota Sioux angegriffen, die die Frau und die Kinder von Turner entführen. Mit diesen Geiseln versuchen die Häuptlinge Sitting Bull (Michael Pate) und Crazy Horse (Iron Eyes Cody) bessere Lebensbedingungen zu bekommen. Es gelingt dem kommandierenden Offizier Oberstleutnant George Armstrong Custer (Philip Carey) mit Hilfe von Major Reno und Captain Benton die Indianer zu überlisten und die Frau frei zu bekommen. Dennoch setzt sich Custer für die Stämme ein und äussert Verständnis für die Indianer, denn er weiß, dass dringend etwas getan werden muss um Krieg zu vermeiden. Auch Benton hat Sorgen, denn seine Verlobte Caroline (Julie Sommars) ist die Tochter von Reno und der mag ihn nicht sonderlich.
In Washington findet Custer jedoch wenig Gehör und zerstört vorerst seine militärische Karriere, indem er formell viele Politiker der Korruption beschuldigt - Custer soll in der Folge vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Nun soll Benton das Kommando über die 7. Kavallerie übernehmen, doch er lehnt ab. Inzwischen erhält Custer das Angebot Kandidat für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten zu werden. Doch es braucht für den Erfolg in dieser Sache eine Kriegsheld, der die Indianer besiegt. Er kehrt als Befehlshaber zurück, verschwunden ist seine Empathie. Er gibt dem Befehl die Indianer anzugreifen...

Die guten Darsteller wie Joseph Cotten oder Darren McGavin haben in "Entscheidung am Big Horn" kaum die Gelgenheit sich schauspielerisch zu profilieren. Zu oberflächlich sind ihre Rollen angelegt, was leider auch den Film im Mittelmaß des Genres belässt. Dabei wäre gerade diese Schlacht am Big Horn eine klasse Ausgangslage für einen epischen Geschichtsfilm. So bleibt der Film von Sidney Salkow hinter den Erwartungen zurück.

Bewertung: 6 von 10 Punkten.