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Mittwoch, 6. Oktober 2021

Die letzte Kugel (Day of the Badman)


Regie: Harry Keller

11 Uhr Vormittags...

Harry Keller war vor allem Filmeditor, doch er drehte als Regisseur mehrere gute und erwähenswerte B-Western. Die bekanntesten davon sind sicherlich Audie Murphys "Sieben Wege ins Verderben", der eher ungewöhnliche "Quantez, die tote Stadt" und der 1958 entstandene "Die letzte Kugel", der im Original "Bullet for a Badman" heißt und eine interessante "12 Uhr mittags" Variante präsentiert.
Genau wie Sheriff Will Kane im großen Klassiker von Fred Zinnemann schafft auch Harry Keller die brenzliche Situation, dass es ein Mann des Gesetzes mit insgesamt vier zu allem entschlossenen Banidten aufnehmen muss.
Die Konstellationen sind aber etwas anders, denn Jim Scott (Fred McMurray) ist nicht der Sheriff, sondern der Richter des kleinen Westernstädtchens. Um 11 Uhr Vormittags muss er in der Kirche der Gemeinde das Urteil für den Mörder Rudy Hayes (Christopher Dark) verkünden. Ein Tag vorher haben ihn die Geschworenen schuldig gesprochen und die Witwe seines Opfers, Mrs. Quary (Peggy Converse) will ihn hängen sehen. An diesem Tag hat der Richter noch etwas Zeit, denn er möchte am Nachmittag seiner Myra (Joan Weldon) einen Heiratsantrag machen. Die ahnt etwas als er von einer Überraschung redet, die er ihr präsentieren will. Myra hat ein Geheimnis. Sie hat sich vor einigen Wochen in einen anderen Mann verliebt. Es ist der junge Sheriff Barney Wiley (John Ericson), sie haben aber bisher nicht den Mut gefunden ihre Liebe öffentlich zu machen.
Im Laufe des Vormittags tauchen die beiden Brüder des Angeklagten in der Stadt auf. Der unbesonnene Howard Hayes (Skip Homeier) und sein älterer Bruder Charlie (Robert Middleton), sie erfahren von Rudys Freundin Cora (Marie Windsor), dass höchstwahrscheinlich das Todesurteil ansteht. Natürlich wollen die Brüder mit aller Macht ein anderes Urteil erwirken. "Verbannung" zum Beispiel - ein Urteil, dass schon oft ausgesprochen wurde und mit etwas Nachdruck sollte der Richter doch auf diesen Vorschlag eingehen. Denn schließlich drohen sie dem Mann des Gesetzes mit Rache, wenn der nicht nachgibt. Bald drängen selbst die braven Bürger der Stadt den Richter um Nachsicht mit dem Mörder, denn sie haben Angst vor den Vergeltungsmaßnahmen der Banditen, die sogar noch Unterstützung von den Cousins (Lee van Cleef, Chris Alkaide) bekommen. Dann erfährt Jim von der Liason zwischen Myra und Wiley. Für ihn wäre das Urteil "Verbannung" nun vorteilhaft, denn er würde dem Sheriff den schwarzen Peter zuschustern. Der müsste nämlich das Urteil mit Gewalt erzwingen, denn ein Hayes lässt sich sicher nicht aus der Stadt jagen. Damit liefe der Konkurrent Gefahr in einer Schließerei mit dem Gangster den Kürzeren zu ziehen...


Was der Richter dann tatsächlich verkündet ist wie die ganze Geschichte vorher sehr unvorhersehbar. Diese Komponente macht den Western sehr interessant, denn der Zuschauer weiß nie, wie der Richter sich verhalten wird und erst Recht nicht wie die Menschen in seiner Umgebung - sein Mädchen, der Sheriff - reagieren werden. So gesehen legt Harry Keller sein Augenmerk darauf, wie sich die Figuren positionieren und welche schwierigen Entscheidungen sie im Laufe dieses Vormittags noch treffen müssen. Keller jongliert auch gekonnt mit den Wahrnehmungen des Zuschauers, der lange Zeit den Sheriff als den "Helden" wahrnimmt und die Handlungsweisen des Richters nicht immer nachvollziehen kann.

Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

Montag, 27. September 2021

Die Todesschlucht von Laramie (Dakota Incident)


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Regie: Lewis R. Foster

In der Falle der Indianer...

Die Republic Pictures stellten nach dem 2. Weltkrieg vor allem Routinewestern her. Sie verstanden aber ihr Handwerk und konnten auch mit wenig Budget gute und unterhaltsame Filme abliefern. Diese Streifen hatten auch an der Kinokasse guten Erfolg dank einem treuen Stammpublikum. "Die Todesschlucht von Laramie" ist einer dieser Western und wurde 1956 von Lewis R. Foster inszeniert. Ein Hollywood Veteran, der über 75 Drehbücher schrieb und in ca. 60 Filme auch Regie führte. Für seine Originalstory zu "Mr. Smith geht nach Washington" wurde er 1940 sogar zum gefeierten Oscargewinner. Für George Stevens Komödie "Immer mehr, immer fröhlicher" wurde er ein zweites Mal für den begehrtesten Filmpreis der Welt nominiert.
Seine Regiearbeiten sind heute weniger bekannt. "Dakota Incident" - so der Originaltitel von "Die Todesschlucht von Laramie" brachte aber ein gutes Einspielergebnis. Als Hauptdarsteller wurden Dale Robertson und die schöne Linda Darnell verpflichtet. Ursprünglich sollte Anne Baxter ihren Part spielen, aber die war verhindert. In Deutschland kam der Film am 14. Juni 1957 in die Kinos, die Werbung sprach von entfesselten Leidenschaften in gesetzloser Wildnis".
Und es braucht nicht viel um ein lebensgefährliches Szenario zu schaffen: Ein Bankräuber, ein friedensliebender Senator, ein attraktive und selbstbewusste Lady, dazu ein Verfolger des Bankräubers und eine Horde Indianer auf dem Kriegspfad.
Lewis R. Foster setzt dabei auf zwei unterschiedliche Handlungsorte: Zum einen eine Postkutsche auf dem Weg nach Laramie und zum zweiten eine wasserlose Schlucht inmitten kahler Felsen. Bei zweiter Location wird der Westernfan natürlich an John Sturges meisterhaften "Verrat in Fort Bravo" erinnert, der vielleicht für die Macher bei Republic als Inspiration diente. Die hoffnungslose Lage ist in beiden Filmen gleich.
Dabei ist John Banner (Dale Robertson) ein Bankräüber, denn er hat gemeinsam mit seinem Bruder Frank (Skip Homeier) und Rick Largo (John Doucette) die Bank um viel Geld erleichtert. Doch der Verdacht fiel auf den Bankangestellten Carter Hamilton (John Lund). Der jagt nun das Trio um seine Unschuld zu beweisen. Aber zuerst hat das Trio selbst untereinander soviel Stress, dass John von den beiden anderen ausgetrickst wird und ohne Pferde in der Wüste zurückgelassen wird. Der gibt aber nicht auf und stellt seine beiden Kumpane in der nächsten Stadt. Dabei verjagt er seinen verkommenen jüngeren Bruder und erschießt den brutalen Rick Largo. Mit dem Geld wird er nun Mitglied einer buntgemischten Reisegesellschaft, die in einer Postkutsche nach Laramie will. Die Sängerin Amy Clark (Linda Darnell), Senator Blakely (Ward Bond) - ein Mann des Friedens, der zwischen Rot und Weiß vermitteln will, Goldspekulant Mark Chester (Whit Bisell) und Minstrel (Regis Toomey), der musikalische Begleiter der selbstbewussten Amy. Sie müssen durchs Indianergebiet und bald haben sie eine Panne, so sind sie gezwungen in einer Schlucht in der Felsenlandschaft Dakotas Schutz zu suchen. Denn draußen lauern die Indianer und die wollen keine Gefangenen machen...

Am Ende setzt sich dann doch noch die Friedensbotschaft des Senators durch, doch vorher gab es ganz viel Tote. Aber ein Republic Western lebt auch vom Happy End und so will es das Drehbuch, dass die Sängerin und Bardame gemeinsam mit dem muskulösen Bankräüber ihre Zähigkeit unter Beweis stellen und auch ihre frisch empfundene Liebe zueinander.

Bewertung: 7 von 10 Punkten.


Donnerstag, 23. September 2021

Um Kopf und Kragen (The Tall T)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Budd Boetticher

Perfekt konstruierter B-Western mit vielschichtigen Figuren...

"Um Kopf um Kragen" ist einer der Filme, die von Filmhistorikern als sogenannter "Ranown-Zyklus" zusammengefasst wird. Es handelt sich um die Budd Boetticher B-Western mit Randolph Scott in der Hauptrolle. Zu den insgesamt 7 Western gehören auch "Der Siebente ist dran", "Fahrkarte ins Jenseits", "Sein Colt war schneller", "Auf eigene Faust", "Messer an der Kehle" und "Einer gibt nicht auf". Scott spielt immer den gealterten Westernhelden, etwas zynisch, stark desillusioniert, verhärtet, enttäuscht, verbittert, nicht näher beschriebene Ereignisse haben ihn zu einem Einzelgänger werden lassen und reitend wird er zum tragischen Helden. Boettichers Kunst war ein perfekt inszenierter Minimalismus. Kein Wort zuviel, keine Szene unnötig. Alles auf den Punkt gebracht und dennoch so vielschichtig, teilweise sogar poetisch, dass sich auch die Liebhaber des Autorenkinos für sein Werk zu interessieren begannen und es in den späten 70er und 80er zu einer Wiederentdeckung seiner Werke kam.
Es sind die einfachen, linear strukturierten Storys mit klaren Konflikten die er in seinen Filmen aufgreift.
Der stoische Cowboy Pat Brennan hat sich eine kleine Farm gekauft und möchte einen Zuchtbullen kaufen. Großrancher Tervoorde, bei dem er früher Vormann war und der ihn nicht gerne gehen liess, überredet ihn zu einer unvernünftigen Wette, bei der Brennan sein Pferd verwettet und den Weg nach Hause zu Fuss antreten muss. Unterwegs nimmt ihn die Postkutsche eines alten Freundes mit. Eine extra von einen frisch vermählten Brautpaar gemietete Kutsche. Die altjüngferliche Doretta (Maureen OSullivan) ist zudem Tochter eines reichen Minenbesitzers. Die Kutsche macht Halt bei der nächsten Poststation und da wartet auch schon der alternde Outlaw Frank Usher (Richard Boone) mit seinen beiden, schiesswütigen jungen Haudegen Billy Jack und Chink....


"Um Kopf und Kragen" dauert kurzweilige 78 Minuten, Boetticher braucht eine ca. 15 minütige Einleitung mit sehr idyllischen und familienfreundlichen Impressionen, fast schon ein bisschen "Shane" parodistisch, bis sich die Tür plötzlich zur Gewaltorgie öffnet...
Wer Boettichers erste Zusammenarbeit mit Scott "Der Siebente ist dran" (auch auf DVD erhältlich) gut fand, der wird auch an "Um Kopf und Kragen" Gefallen finden.
Bild und Ton sind für einen ca. 50 Jahre alten Film sehr gut restauriert.
Ein Western, der vielleicht nicht ganz zu den grössten klassischen Meistererken des Genres, gezählt wird, der aber richtig grosses Sehvergnügen liefert.

Bewertung: 9 von 10 Punkten

 

Freitag, 17. September 2021

Die letzte Kugel trifft (Bullet for a bad Man)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Robert G. Springsteen

Mein bester Freund...der größte Feind...

"Rache"  - so heißt das Motto in Audie Murphys 17. Western "Die letzte Kugel trifft".  Der 1964 entstandene Film war der vorletzte von insgesamt sieben Western, die Murphy mit dem Produzenten Gordon Kay für die Universal drehte und seine zweite Zusammenarbeit mit dem Hollywood-Routinier Robert G. Springsteen als Regisseur. Ein Jahr vorher drehten sie gemeinsam den schwarz-weiß Western "Der eiserne Kragen".
Beide Filme können sich sehen lassen und gehören eindeutig zu den sehr starken Western des Kultschauspielers, der im Alter von 46 Jahren durch ein Flugzeugunglück viel zu früh ums Leben kam.
Sein Gegenspieler wird von Darren McGavin verkörpert, der einige Jahre vorher als fieser Drogendealer in "Der Mann mit dem goldenen Arm" auf sich aufmerksam machen konnte. So ist er auch hier der Bad Man und will sich an Audie Murphy rächen. Gleich in der ersten Szene macht der Zuschauer Bekanntschaft mit seiner Skrupellosigkeit und Brutalität. Ein Bürger liefert ihm, dem Banditenanführer, wertvolle Infos über die Bank, die die Bande ausrauben will. Nach den wichtigen Infos fragt dieser Outlaw Sam Ward seinen Kumpanen Pink "Brauchen wir den jetzt noch ?" - was natürlich zum sofortigen Todesurteil sorgt. Danach informiert er Pink (Skip Homeier), dass er nach dem Überfall einen gewissen Logan töten wird.
Dieser Logan ist ehemaligen Texas Ranger, genauso wie Sam Ward. Doch aus den ehemals besten Freunden wurden Feinde. Logan bekam die Kurve, während Sam immer mehr zum gesetzlosen Mörder wurde. Logan heiratete Susan (Beverly Owen), die Frau seines Freundes und zog mit ihr den kleinen Sammy (Kevin Tate) auf. Sammy glaubt, dass Logan sein Vater ist, doch er ist in Wahrheit der Sohn von Sam. Dieses Geflecht von Eifersucht und Enttäuschung hat in Sam auch den Wunsch wachgerufen seinen Konkurrenten zu töten. Logan hat als Farmer auch sein Päckchen zu tragen, die Familie hat immer wieder Geldschwierigkeiten. Und in dem Moment als der Banküberfall über die Bühne geht, ist auch Logan in der Stadt und kann von der Saloonbesitzerin Goldie (Cece Whitney) ein Darlehen bekommen. Er hilft aber dem Sheriff als die Bankräuber aus der Stadt fliehen wollen. Alle Banditen werden getötet, nur Sam kann fliehen. Der reitet mit dem gestohlenen Geld in das Versteck der Banditen, wo die junge Lotti (Ruta Lee) auf die Männer wartet. Die Geliebte von Skip ist nicht lange traurig über dessen Ableben, sie will aber einen Anteil am Geld. Dann ist auch schon die Bürgerwehr, zu der auch Logan gehört, vor Ort. Die betreffenden Männer, darunter zwei verruchte Schläger, ein Barkeeper und ein Büffeljäger, erweisen sich als vollkommen skrupellos und schlagen vor, Sam und das Mädchen zu erschießen und das Geld aufzuteilen, anstatt es der Bank zurückzubringen. Doch Logan stellt sich ihnen entgegen, obwohl er weiß, dass Sam ihn umbringen will...

Auf dem Weg zurück gibts natürlich auch viel Gesprächs-Nachholbedarf. Vielleicht ist das Drehbuch ab diesem Zeitpunkt zu wenig hart und setzt durchaus mal auf Sentimentaliäten. Dennoch kann der Western, der von Kameraltmeister Joseph Biroc prächtig photografiert wurde, bestens unterhalten und eine wilde Apachengruppe sorgt noch zusätzlich für Dramatik. Sehr schön herausgearbeitet wurde auch der Zwiespalt von Susan, die mit einem der Männer verheiratet war und einen Sohn hat und mit den anderen nach der Scheidung ehelichte. Im Angesicht des Todes wird der Rächer zum Retter - was will der Westernfan mehr.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.

Donnerstag, 2. September 2021

Postraub in Central City (Road to Denver)


Regie: Joseph Kane
 
Kain und Abel im Wilden Westen...
 
Überraschend ist doch das Ende von Joseph Kanes Western "Postraub in Central City" (Originaltitel: Road to Denver), denn ich habe fest damit gerechnet, dass es im Bruderduell einen Verlierer geben muss. Hier muss er mal ausnahmsweise nicht für seine Taten bezahlen, denn sein großer Bruder hat alles verziehen und für ihn die rechte und linke Wange hingehalten. Dafür wird er am Ende des Westerns auch belohnt, er schafft den Sprung vom Tagelöhner zum Unternehmer. Eine Rolle, die perfekt zugeschnitten ist auf John Payne, dessen bester Film vielleicht "Stadt der Verdammten" von Allan Dwan ist. Sein hitzköpfiger, übermütiger Bruder wird von Skip Homeier gespielt - einer der beliebtesten Nebendarsteller aus zahlreichen guten B-Western.
Bill Mayhew (John Payne) muss seinem Bruder Sam (Skip Homeier) öfters aus der Patsche helfen, denn der gibt gerne an, überschätzt sich öfters, trinkt zu viel und sucht bei der besten Gelegenheit Streit. So musste er ihn nach einer Rodeowette, die er verlor und danach eine Schlägerei verursachte, aus dem Gefängnis befreien. Daher mussten die beiden ungleichen Brüder Texas verlassen, doch Sam würde gerne eigene Wege gehen, da ihn die Bevormundung und die Moralpredigten des älteren Bruders extrem nerven. Ausserhalb Texas angekommen kann Sam einen Rancher überzeugen, dass er zwei fleißige Arbeitskräfte braucht. Doch dazu kommt es nicht, weil Sam dessen subjektive Schilderung einer Bürgerkriegsschlacht nicht so auf sich sitzen lassen kann. Der Rancher wird kurzerhand k.o. geschlagen und wieder heißt es für die Brüder "Abhauen".
Nachdem sie ihre Verfolger abschütteln konnten, trennen sich ihre Wege. Sam möchte den großen Bruder nie wieder sehen und auch nichts mehr mit ihm zu tun haben. Das Schicksal oder das Filmdrehbuch will es so, dass aber beide - unabhängig voneinander - ihr Glück im aufstrebenden Städtchen Central City suchen. Bill bekommt eine grundsolide Anstellung beim ehrlichen Unternehmer Sutton (Ray Middleton), der noch eine hübsche heiratsfähige Tochter (Mona Freeman). Sam kommt ein paar Tage später in den Ort und sucht eher einen Job, bei dem man schnell sehr viel Geld verdienen kann. Dies kann ihm der srupellose Spielhöllenbesitzer Donovan (Lee J. Cobb) anbieten. Sam wird sozusagen seine rechte Hand und es kommt seinem Arbeitgeber darauf an, dass der durchsetzungsstark ist und gut mit der Waffe umgehen kann. Ein Mann fürs Grobe also. Auch Sam lernt Elizabeth kennen, auf die der ältere Bruder natürlich schon ein Auge geworfen hat. Sutton selbst will ein Postunternehmen gründen, das die Postverbindungen bis nach nach Denver sicherstellt. Auf dieses Projekt hat aber auch der böse Donovan schon ein Auge und seine Männer sollen dafütr sorgen, dass alles in seine Hände fällt...

Zum einen ist "Postraub in Central City" ein Film über den Aufbau des Westens. Die Pioniere, die ein Risiko eingehen um dem wilden weiten Land die Zivilisation zu bringen. In den alten Tagen des Westens musste man Wagemut und die ganze Kraft einsetzen. Doch der Erfolg konnte sich aber sehr schnell einstellen. Das dominante Thema ist aber der Streit unter den Brüdern und die Gefahr, dass der kleine Bruder so sehr unter die Räder kommt, weil er immer damit beschäftigt ist seinem Bruder beweisen zu müssen, dass er auch seine Stärken hat. In Joseph Kane buhlen dann auch die beiden um das gleiche Mädchen.
Lee van Cleefs Nebenrolle ist auch etwas denkwürdig, denn hier muss der beliebte Westernschurke gleich zweimal mächtig Prügel einstecken und sich so zum Affen machen.
 
Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

 

Der letzte Suchtrupp (The Last Posse)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Alfred L. Werker

Was draußen wirklich geschah...

Alfred R. Werkers B-Western "Der letzte Suchtrupp" heißt im Original "The last posse" (Posse ist ein Slangausdruck und bedeutet Gruppe) und wurde 1953 inszeniert. Dabei konnte der Oscargewinner Broderick Crawford als Hauptdarsteller verpflichtet werden - er erhielt den Oscar als bester Schauspieler für seine Rolle in "All the Presidents Men" am 23. März 1950. Als er kurze Zeit später bei Columbia einen Vertrag unterschrieb, wurde er in einigen Western eingesetzt - darunter auch als alkoholkranker Sheriff in "Der letzte Suchtrupp".
Ein B-Western, der in drei verschiedenen Rückblenden erzählt wird, ist schon ziemlich selten und zeigt schon durch diese interessante Drehbuch-Struktur eine hohe Bereitschaft einen komplexen Western anzubieten. Geschrieben wurde dieses Drehbuch von Seymour und Connie Lee Bennett sowie Kenneth Gamey geschrieben. Genau wie Glücksgriff Broderick Crawford ist auch der Kameramann Burnett Guffey, der ein Jahr später für "Verdammt in alle Ewigkeit" bereits den ersten von zwei Oscars bekam. 1967 durfte er den zweiten Academy Award mit nach Hause nehmen - das Gangsterpaar "Bonnie und Clyde" machte es möglich.
Die Geschichte spielt in Roswell, kurz nach der Rückkehr einer Verfolgergruppe mit Sheriff John Frazier (Broderick Crawford) und dem wohlhabende Rancher Sampson Drune (Charles Bickford) an der Spitze. Der alkoholkranke Sheriff hat schon bessere Tage gesehen und wurde bei dem Schußwechsel mit der Familie Romer (Skip Homeier, James Bell und Guy Wilkerson) schwer verletzt. Vielleicht wird er nicht durchkommen. Aber die drei Räuber, die Drune 105.000 Dollar gestohlen haben, sind ebenfalls tot. Auch Drune selbst wurde erschossen. Die restlichen fünf Teilnehmer des Suchtrupps berichten, dass das Geld unauffindbar war. Vielleicht haben es die Romers, die durch die Geschäftspraktiken des brutal agierenden Viehbaron Drune finanziell ruiniert wurden, irgendwo in der Wüste vergraben. Man wird das Geld vielleicht nicht wieder finden. Jed Clayton (John Derek), der Ziehsohn von Drune ist aber wie alle anderen Heimkehrer merkwürdig verändert, zumindest findet das seine Freundin Deborah (Wanda Hendrix). Doch er wird nun ein reicher Mann sein, da er als Alleinerbe eingesetzt ist. Ist aber alles so geschehen wie die fünf Heimkehrer berichten. Grund genug für den Regisseur Alfred L. Werker den Zuschauer an die Wahrheit heranzuführen....heranzuführen....



Als Sheriff, dessen ruhmreiche Zeiten vorbei sind, liefert Crawford eine hervorragende Leistung. Das Ende stimmt nachdenklich und doch haben wir es mit einem aussergewöhnlichen Plot zu tun. Der B-Western Star Henry Hull ist ebenfalls in einer Nebenrolle zu sehen und John Derek als Ziehsohn passt gut als Co-Star zum älteren Crawford. Die beiden spielten mehrmals in Filmen zusammen. Charles Bickford hat in "Der letzte Suchtrupp" eine ähnliche Rolle wie ein paar Jahre später im bekannten William Wyler Western "Weites Land" als Major Henry Terrill. Insgesamt wurde Bickford dreimal als bester Nebendarsteller (Schweigende Lippen, Lied von Bernadette und Die Farmerstochter) für einen Oscar nominiert.


 Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.

Mittwoch, 1. September 2021

In Acht und Bann (At Gunpoint)


Regie: Alfred L. Werker

Ein Mann allein...

"At Gunpoint" aus dem Jahr 1955 ist ein Western von Alfred L. Werker und ist eine Produkt der Allied Artists. In Deutschland ist der Film unter dem Titel "In Acht und Bann" bekannt und kann als eine Art Antagonist zu Fred Zinnemanns düsterem Weltklassewestern "High Noon" angesehen werden. Dabei ähneln sich die Ausgangslagen für den Bürger eines friedlichen Westernstädtchens, aber das Ende weicht stark ab. Filmfans werden sich an das bittere Ende von Zinnemanns Film erinnern. Dort kommen nach dem Sieg von Exmarshall Will Kane die Bürger von Hadleyville auf die Straße, nachdem sie sich vorher versteckt hatten und Kane alleine ließen. Verächtlich wirft der Mann dann seinen Marshallstern zu Boden und verlässt mit seiner Amy die Stadt und die feigen Bürger. Wird der Kaufmann Jack Wright, der vor einer ähnlichen Aufgabe wie Marshall Kane stehen wird, auch im Stich gelassen ?
Diese Frage wird in Werkers interessantem Western am Ende beantwortet und beschert dem großen Walter Brennan noch die beste Szene des ganzen Films. Eine Szene mit "Wow" Effekt. Walter Brennan spielt den Doc des Städtchens Plainview und mit Dorothy Malone als Martha, Frau des Kaufmanns Jack Wright, ist neben Brennan noch ein weiterer Oscargewinner in dem Film zu sehen. Ursprünglich sollte Joel McCrea die Hauptrolle spielen, doch dies ließ sich nicht verwirklichen, so bekam der Charakterdarsteller Fred MacMurray den Zuschlag. Westernfans werden auch den kleinen Tommy Rettig wiedererkennen, er spielte neben Marilyn Monroe und Robert Mitchum im "Fluß ohne Wiederkehr" mit. Auch Skip Homeier macht wie immer eine gute Figur, diesmal als fieser Bandit Bob Dennis, der seinen getöteten Bruder rächen will.
Der Film beginnt damit, dass die Brüder Alvin (John Pickard) und Bob Dennis (Skip Homeier) mit ihrer Bande am hellichten Tag der friedlichen Stadt Plainview einen Besuch abstatten. Sie wollen die Bank ausrauben, weil sie glauben, dass dort keine besonders große Gegenwehr zu erwarten ist. Ausserdem ist der Kleinstadtsheriff Pete MacKay (Harry Shannon) bereits in einem etwas betagten Alter und spielt lieber Schach mit dem ortsansässigen Doctor Lacy (Walter Brennan) im Gemischwarenladen von Krämer Jack Wright (Fred MacMurry). Der lebt im Städtchen glücklich mit seiner Frau Martha (Dorothy Malone), dem kleinen Sohn Billy (Tommy Rettig) und Marthas Bruder Wally (James O´Hara). Der Bankraub wird aber doch schwieriger als geplant, dabei wird der Kassierer erschossen und auf der Straße findet auch Sheriff MacKay den Tod. Immerhin kann Joe Wright, der noch nie eine Waffe in der Hand hatte, eine Pistole nehmen und einen Schuß in Richtung der Banditen abgeben. Zufällig ist dies ein Volltreffer. Aus weiter Ferne verletzt er dabei den fliehenden Alvin auf seinem Pferd. Den zweiten Schuß gibt George Henderson (Frank Ferguson), ein anderer Bürger ab - dieser verletzt den Schurken tödlich. Die anderen Banditen entkommen. Im Stadt werden die beiden Schützen als Helden gefeiert. Das geht sogar so weit, dass man Henderson zum neuen Marshall der Stadt wählt. Doch dessen Ruhm dauert nicht lange an. Die Banditen lauern ihm nach der Feier im Saloon auf und bringen den Mann brutal um. Nun muss auch Jack um sein leben fürchten. Werden dem ungeübten Schützen die anderen Bürger (u.a. Whit Bissell, John Qualen, Irving Bacon) auch zur Seite stehen, wenn es darauf ankommt ?

Am Ende steht der friedfertige Kaufmann zuest mal der ganzen Bande alleine gegenüber. Hat er aber vielleicht seine Mitbewohner überzeugen können, dass sie die Angst überwinden müssen, um dann gemeinsam dem Terror ein Ende zu setzen. Oder wird er auf offener Straße vom rachsüchtigen Banditen ermordet ?. Wie in "High Noon" eine interessante Konstellation und da es im Western einige Gegendarstellungen zu Zinnemanns bitterer Analyse gibt - die bekannteste dürfte "Rio Bravo" von Hawks sein - waren viele Amerikaner mit dem Ende von "High Noon" alles andere als zufrieden. Sollen gute Bürger etwa feige Angsthasen sein, die lieber einen ihrer Mitte opfern als ihm tatenreich zur Hilfe zu kommen. Wenn "High Noon" zu hoffnungslos ist und "Rio Bravo" vielleicht zu ausgelassen, dann könnte man Werkers guten Western "In Acht und Bann" als eine Art Mittelding bezeichnen. Die Leute in der Stadt Plainview sind auch ängstlich und wollen die Banditen nicht verärgern, doch schließlich hat der Mensch auch eine Art Gewissen und die Möglichkeit seine Haltung zu überdenken. Aus genau diesem Grund ist Fred MacMurray noch nicht verloren.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

Einer gibt nicht auf (Comanche Station)



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Budd Boetticher

Im Komantschenland...

Budd Boettichers bekanntesten Filme sind diese sieben kurzweiligen und minimalistischen Western, in denen Randolph Scott die Hauptrolle des einsamen Westerners spielte. Von drei dieser Filme (Auf eigene Faust, Der Siebente ist dran, Um Kopf und Kragen) gab es bisher eine deutsche DVD-Veröffentlichung, nun kommt als 4. Veröffentlichung der 1960 inszenierte "Comanche Station" (Deutscher Titel: Einer gibt nicht auf) dazu. Vielleicht mit einer leisen Hoffnung, dass die drei restlichen Filme vom "Ranown Zyklus" (Fahrkarte ins Jenseits, Sein Colt war schneller, Das Messer an der Kehle) ebenfalls hierzulande noch DVD Premiere feiern dürfen. "Comanche Station" ist der würdige Abschluß dieser Reihe und ist im Grund ähnlich aufgebaut wie die anderen Filme. Randolph Scott reitet einsam und allein durch den Wilden Westen, er ist gezeichnet von einem Schicksalschlag und zelebriert seine allegorische Odyssee durchs weite Land. In dieser noch unerschlossenen Wildnis lernt er Menschen kennen, in der Regel ist immer eine Frau dabei, die es zu beschützen gilt - aber auch einige Mitspieler, die nicht immer nur Gutes im Sinn haben. Die Figuren in Boettichers Western reden nicht so viel und legen auch nicht gleich alle Karten auf den Tisch. Dies macht diese kleinen Genreperlen auch zunehmend interessant.
Gedreht wurde im üppigen Cinemascope und in Eastman Color, am Fuße des Mount Whitney. Überhaupt dominieren die Berge als Kulisse.
Dort hält sich der Einzelgänger Jefferson Cody im Komanchengebiet auf. Er gilt als Comanchero, da er immer wieder Weiße aus der Gewalt der Rothäute freikauft. In Wahrheit sucht er sein 10 Jahren nach seiner verschleppten Frau. In einem abgelegenen Indianerdorf findet er eine weiße Frau, die sich als Mrs. Lowe (Nancy Gates) herausstellt. Deren Mann hat 5.000 Dollar demjenigen geboten, der seine Frau wieder zurückbringt. Zusammen mit Mrs. Lowe macht er sich auf nach Lordsburg, wo die Familie lebt. Unterwegs machen sie Halt in der Comanche Station, wo sie auf die Banditen Ben Lane (Claude Atkins), Frank (Richard Rust) und Dobie (Skip Homeier) trifft, die von den Indianern verfolgt werden. Jefferson Cody hat keine gute Meinung von Ben Lane, den er von früher kennt. Und tatsächlich hat Ben auch fiese Pläne. Er will selbst das Geld für die Belohnung einstecken. Noch dazu weil wohl der Ehemann keinen Unterschied ob "Tot oder lebendig" bei der Herbeischaffung seiner vermissten Frau macht. Die Konflikte sind vorprogrammiert, die Auseinandersetzung unausweichlich...

Alles ist wie gewohnt sehr minimalistisch, aber aus einem Guß gemacht. Der kleine Western begeistert auch durch die Ambivalenz seiner Figuren. Es gibt da keine Schwarz-Weiß Malerei in der Figurenzeichnung, alle Protagonisten wirken durch ihre Stärken und Schwächen sehr authentisch. Am Ende aber steht wieder der "Lonesome Rider".

Bewertung: 8 von 10 Punkten.

 

Donnerstag, 26. August 2021

Der eiserne Kragen (Showdown)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: R.G. Springsteen

Gemeinsam in Ketten..

"Der eiserne Kragen" ist ein eher untypischer Audie Murphy Western, wurde jedoch interessanterweise von R.G. Springsteen, einen ausgesprochenen B-Western Routinier inszeniert. Der Mann begann bereits in den 20er Jahren in Hollywood zu arbeiten und stieg im Jahr 1936 als Regieassistent auf. Nach Ende des 2. Weltkriegs erschienen seine ersten Regiearbeiten und er konnte sich im Bereich des B-Pictures etablieren. Bis zu seinem Karriereende Ende der 60er Jahre blieb er dem Westerngenre treu. Er konzentrierte sich aber im Laufe seiner aktiven Zeit auf TV-Serien und wurde sehr oft als Regisseur für die populären Serien "Bonanza" und "Rauchende Colts" verpflichtet. Mit der DVD-Veröffentlichung von "Der eiserne Kragen" wird zwar kein verschollenes Meisterwerk präsentiert, aber in weiten Teilen ist der Film richtig gut und interessant. Leider vermasseln es die Macher im Schlußdrittel ein bisschen, indem Estelle, die Femme Fatale des Films, eine eher unglaubwürdige Wandlung vom Biest zur herzensguten, vom Schicksal gebeutelten jungen Frau durchmacht, die nur auf den richtigen Kerl wartet,. Und das kann natürlich nur Audie Murphy sein.
Auch Murphy ist in diesem Film etwas unterschiedlich gezeichnet als sonst. Er ist nicht der schießwütige Revolverheld, sondern eher der besonnene Mann und der treue Freund seines sehr unzuverlässigen Partners.
Die Geschichte erzählt von der Freundschaft zweier Cowboys, die schon eine lange Zeit zusammen unterwegs sind. Sie erleben einerseits Abenteuer im Wilden Westen, aber wenn sie Geld brauchen, dann arbeiten sie eine Zeitlang auf einer Ranch und ziehen wieder weiter. Chris Foster (Audie Murphy) ist unbebunden, doch sein Freund Bert Pickett (Charles Drake) hat irgendwann seine Freundin Estelle (Kathleen Crowley) im Stich gelassen und sich für das Wanderleben entschieden. Er trägt aber sein schlechtes Gewissen mit sich und will seiner Verflossenen immer mal wieder etwas Geld nach Hause schicken, doch seine Spielsucht macht ihm jedes Mal einen Strich durch die Rechnung. Die beiden kommen in eine kleine Westernstadt. Schon bei ihrer Ankunft bemerken sie eine Besonderheit des Kaffs: Es gibt dort kein Gefängnis. Die Verbrecher werden in der Mitte eines Platzes an einen Pfahl gekettet, und zwar mit einer Metallschlinge um den Hals, einem eisernen Kragen also. Als Bert im betrunkenen Zustand beim Pokerspiel eine Schlägerei anzettelt und Chris ihm zur Hilfe kommt, werden sie vom Sheriff ebenfalls an den ominösen Pfahl gekettet. Dort ist auch der gefürchtete Bandit LaValle (Harold J. Stone) mitsamt seinen Kumpanen in Ketten gelegt. Doch dieser denkt nicht daran sich aufhängen zu lassen. Er zwingt die beiden Freunde, dass sie in der Nacht den Pfahl mit ausgraben. Nun müssen Chris und Bert ebenfalls fliehen, doch Bert hat bei der Schießerei zwischen Gesetzeshütern und Gangstern, noch die Möglichkeit, Wertpapiere der Bank in Höhe von 12.000 Dollar mitgehen zu lassen. Um nicht von den Banditen erschossen zu werden, bietet Bert LaValle die Papiere an und verpflichtet sich alleine in eine Stadt zu reiten und mit dem Geld wiederzukommen. Doch Bert hat einen schwachen Charakter...

Dadurch macht Chris irgendwann im Lauf der Geschichte die Bekanntschaft mit Berts Ex-Verlobten Estelle. "Der eiserne Kragen" aus dem Jahr 1963 ist interessanterweise in Schwarz-Weiß gedreht, was dem Film eine gute Atmosphäre verleiht und in der Laufzeit von knapp 76 Minuten passiert auch sehr viel. Der Westernfan kann sich auf einen unbekannten B-Film freuen, der wendungsreich von Freundschaft, von Treue und von der Macht des Geldes erzählt. Tatsächlich ist der Film in der ersten Hälfte sehr stark und lässt dann durch einige Unglaubwürdigkeiten etwas nach. Dennoch kann man diesen durch viele gute Einfälle genießen. Vor allem die Idee mit den Angeketteten am Pfahl im ersten Akt des Films hat viel Potential. Denn hier so dicht beieinander entsteht die Konstellation, die Cowboys mit Banditen auf engem Raum zusammenbringt und sie schicksalhaft aneinander binden wird.

Bewertung: 7 von 10 Punkten.