Donnerstag, 2. September 2021

Stunde der Abrechnung (Ambush at Tomahawk Gap)



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Fred F. Sears

Die Geisterstadt...

Höchstwahrscheinlich hat sich Western-Regisseur John Sturges für seinen 1957 entstandenen Genreklassiker "Der Schatz der Gehenkten" von einem filmischen Verwandten inspirieren lassen, der vier Jahre früher entstand: Fred F.  Sears Western "Ambush at Tomahawk Gap", der in Deutschland unter dem Namen "Stunde der Abrechnung". Der Filmemacher aus Boston starb im Jahr 1957 im Alter von 44 Jahren an einer Gehirnblutung. Sein bekanntester Film ist sicherlich "Rock around the Clock" mit Bill Haley - der erste RocknRoll Film mit erheblichen gesellschaftlichen Auswirkungen.
"Stunde der Abrechnung" beginnt mit der Entlassung von vier Sträflingen aus dem Yuma Territorial Gefängnis. Es sind die Banditen McCord (John Hodiak), Egan (David Brian), der junge Kid (John Derek) und der ältere Doc (Ray Teal). Im Westernstädtchen Twin Folks sind sie aber unerwünscht und der Sheriff (Trevor Bardette) gibt ihnen eine Stunde Zeit um die Stadt zu verlassen. Das reicht noch für ein paar Drinks, doch das Quartett bekommt sofort untereinander Streit. Der unbeherrschte und aggressive Egan rauft sich mit dem einzelgängerischen McCord und sofort ist eine Schlägerei im Saloon im Gange. Der junge Kid lässt keinen Zweifel daran, dass er zu Egan hält - er bewundert den starken Kumpel. Doc ist der älteste der Männer und ist bemüht darin, dass Kid vielleicht doch noch die Kurve kriegt und einen bürgerlichen Weg einschlägt. Doch zuerst wollen die Männer das tun, was ihnen durch die fünf Jahre im Gefängnis lange verwehrt war. In der Geisterstadt Tomahawk Gap liegt das damals geraubte Geld, der fünfte Mann der Gruppe hat es dort irgendwo vergraben. Es war der Bruder von Egan, der als einziger der Verhaftung entging, aber nicht mehr am Leben ist. Er wurde in der Zwischenzeit beim Falschspielen entlarvt und erschossen. Die Schlägerei im Saloon von Twin Folks endet mit dem K.o. v on McCord, den lassen die anderen drei liegen, weil der Sheriff sie zwingt die Stadt sofort zu verlassen. Doch McCord heftet sich an die Fersen seiner Kumpel. Auch zwei weitere Männer der Stadt Stranton (Otto Hulett) und Marlowe (Percy Helton) folgen den Exsträflingen. Unterwegs geraten die in einen Hinterhalt der Apachen, mit einem Trick und mit der Hilfe von McCord, der zu Hilfe kommt, können sie jedoch die Feinde ausschalten. Sie entdecken aber ein Indianermädchen (Maria Elena Marques), von der sie zuerst glauben, dass sie eine Apachenfrau ist. Die junge Navajo ist aber selbst auf der Flucht vor den Apachen. Die Männer nehmen sie mit und sie kümmert sich rührend um den verletzten Kid, der sich bald in das Mädchen verliebt. In der Geisterstadt angekommen suchen die Männer verbissen nach dem Geld, doch sie finden nichts. Stattdessen entdecken sie einen Sonderling (John Qualen), den einzigen Bewohner der toten Stadt. Dann wirds aber gefährlich, weil die Indianer ihren ersten Angriff starten...


Diese Indianer werden nicht so anonym wie in Sturges "Schatz der Gehenkten" gezeigt. Sie haben auch gute Strategien die weißen Eindringlinge auszuschalten. In diesen Sequenzen setzt der Regisseur auf gute Action. Vorher war ihm aber die Charakterzeichnung sehr wichtig. Und es scheint so, dass alle Figuren des Films von Gier und Egoismus getrieben werden. Lediglich die Zuneigung zwischen Kid und der Indianerin bringt einen positiven Aspekt in das destruktive Treiben der Banditen.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

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